Constantin Binder blieb im Stadtgeschehen seiner Zeit eher unauffällig. Wäre da nicht ein Werk verblieben, das ihn, den lokalen Maler und Dekorationsmaler in Villingen, seit 1939 ‚historistisch‘ auszeichnet:
das Bildnis des legendären Romäus samt dessen Leben, beschrieben und gemalt in der Manier un dim Schriftbild alter Prosa.
Binder gehörte jedoch nicht zu den historisch bekannten Persönlichkeiten sondern eben zu den handwerklich-künstlerischen Ausführenden seiner Zeit.
Was außer seinem Namen gesichert ist, ist sein Beruf als klassischer Maler und Dekorateur mit der Ambition zur Historien- und Heimatmalerei, dekorativ und oft im privaten Auftrag.
Sein Ort blieb Villingen, wo er bis in die 1930 er Jahre wohnhaft oder dauerhaft tätig blieb. Seine noch bekannte Signatur auf dem Romäusbld „Const. Binder 1937“.
Doch damit wurde er kein Sagen-Überlieferer, kein Chronist und auch kein Phantast oder Erfinder, sondern der Auftragnehmer, der ein bis heute populäres und bekanntes Motiv bildlich umgesetzt hat.

Constantin Binder, geboren am 15.12.1864 in Villingen, verheiratet mit Rosette Binder, geb. am 01.07.1863, gründete 1892 ein Geschäft im Hause Wilhelm Glatz in der Brunnengasse.
Im Jahre 1897 erwarb er ein Haus im Hohlengraben, das zuvor dem Maler Zeller gehörte.
Am 24.01.1897 eröffnete er ein Malergeschäft in der Rosengasse 30, in dem er auch mit seiner Familie lebte.
Bis auf seinen Romäus 1939 mit deen Maßen
80 x 100 blieb Binder bis heute eher unbekannt.
Binder starb am 31.08.1939 in Villingen.