Auf die doch eher komlizierte Recherche zur Herkunft des Erkers in der vorderen Brunnenstraße, kommt weiterer Schwung hinein.
Die Spekulationen darüber, ob eben dieser Erker einst in der Oberen Straße hing, sind jedoch zweifelsfrei erledigt.
Hans-Jörg Fehrenbach beweist sich im Juli 2026 erneut als Kenner der historischen Neuzeit und bringt es auf den Punkt.
Der einst verschwundene Erker, der im Bauhof eingelagert gewesen sein soll, gehörte zum Haus mit Erker in der Oberen Straße 15, heute Optiker Singer.
Das ehemalige barocke Haus mit eine einst doch prächtigen Erker wurde wahrscheinlich um 1958 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.
Dies müsste zwar nochmals an Hand der Bauakten überprüft werden, denn allein darin werden die einstigen Auflagen für die Rettung des Erkers stehen: Abbau und Einlagerung im Bauhof der Stadt.

Da es sich um einen Holzerker mit zahlreichen fragilen Holzteilen handelte, hätte diese Arbeit nur von einem Fach-Restaurator ausgeführt werden können.
Ob dies so geschah, ist fraglich. Zumal begleitende die Kosten größtenteils vom Bauherren getragen werden mussten.
Längst ist indes deutlich, statt des Erkers wurde man in den Neubau ein erkerähnliches Fensterteil eingefügt.
Tempi passati!